Prozesse bildhaft machen, gemeinsam gute Ansätze finden – Nachklang Training Changesetter

Veröffentlicht am 28. September 2015 by edgarhaupt

2 Landschaftsarchitekten, 1 Baumanager, 2 Architekten. Alle haben ein Veränderungsprojekt: die Einstellung neuer Führungskräfte, die Verbesserung von Arbeitsprozessen, die Einführung neuer Software an einem bzw. an drei Standorten.

Das sind Aufgaben, die viel Bewegung im Büro mit sich bringen und auch immer wieder auf Widerstände bei Mitarbeitern stoßen. „Ich verstehe nicht, wozu wir das brauchen. Das alte System funktioniert doch gut.“ „Wieso werde ich eigentlich nicht gefragt?“ Solche Statements sind prima, denn sie offenbaren Vorbehalte. Und mit denen kann man umgehen. Schwieriger sind die nicht ausgesprochenen Ressentiments: Nichtbeteiligung, Verschleppung, Verweigerung.

„Bei uns ist das nicht so!“ Kann sein. Widerstände sind allerdings normal. ihre Erscheinungen sehr unterschiedlich. Ob rational oder emotional, in ihnen zeigt sich das Menschliche in der Gestaltung von Arbeitsprozessen.

Fachlich kann man sich trefflich streiten, Gefühle und Meinungen brauchen zusätzlich Fingerspitzengefühl, Rücksichtnahme und Respekt. Das gilt insbesondere bei Veränderungen, da diese bei vielen Mitarbeitern Verunsicherung bewirken.

03ChangesetterT01

Das Boot ist der Change – möglichst alle Stakeholder sollen rein! Doch etliche stehen noch draußen.

 

Der „Changesetter“ ist ein Tool, mit dem man Veränderungsprozesse simuliert und begleitet:
1. Stakeholder-Analyse: wer hat welche Interessen und muss wie beteiligt werden?
2. Die richtigen Schritte zur richtigen Zeit tun: Dringlichkeit vermitteln, Visionen
(also Nutzen und Gewinn für Jeden) kommunizieren, Zeit geben,
Qualifikationen ermöglichen, schnelle und spürbare Erfolge generieren, dran bleiben …
3. Als Führungskraft anleiten, bestärken, unterstützen, entscheiden…
4. Dauerhafte Veränderungen fördern und verankern – einen Kulturwandel bewirken.

 

08ChangesetterT01

Die richtigen Entscheidung treffen – 24 stehen zur Wahl. Die Simulation illustriert die Erfogschancen.

 

Auf einem Bodenbrett, einem Tischbrett und mit Hilfe von Computersimulationen wurden im Training über 2 Tage die Grundlagen erlernt und dann die persönlichen Prozesse formuliert, aufgestellt und reflektiert.

 

Was Teilnehmer sagen:

„Alles drin. Direkt und konkret. Durch das Aufstellen werden komplexe Prozesse überschaubar und gut handhabbar. Was man in Büchern nachlesen müsste, ist hier direkt auf dem Brett. Die richtige Reihenfolge von Maßnahmen unter Einbeziehung der Mitarbeiter wird bildhaft klar – ich neige ja sonst schon mal dazu, Schritt 3 vor Schritt 1 zu tun. Was schnell zu Unruhe und Verzögerungen führen kann.”
Stephan Lenzen, RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, Hamburg

 

“Die Arbeit mit dem Change-Kreislauf ist sehr anschaulich und einprägsam. Stationen, wie Erkenntnis und Bereitschaft zur Veränderung, helfen eigene und andere Positionen zu hinterfragen und sich selbst zu vergewissern. Eine wichtige Erkenntnis für mich: Im Prozess ist es als Führungskraft oft besser, eher mal 2 bis 3 Schritte zurückzugehen, um Verfahren zu korrigieren und vor allem die Mitarbeiter dort abzuholen, wo sie wohl wirklich sind.”
Lucian Muchowski, BMP Baumanagement, Köln

 

Und damit nach dem Training nicht nur gute Vorsätze bleiben, wurden Lernpartnerschaften gegründet. Zudem hat jeder Teilnehmer für 1 Monat Zugang zur Online-Simulation. Ansporn und Zeit genug, Veränderungen erfolgreich umzusetzen.

Das nächste Training findet am 17. und 18.02.2016 statt.

 

11ChangesetterT01

Aus dem Training in den Alltag.